Zulassungsarten von Rauchmeldern in Deutschland

Der Rauchmelder (Rauchwarnmelder) ist ein automatischer Brandmelder, der mit einem akustischen Signal, Personen vor Rauchentwicklungen und eventuell dabei auftreten Bränden in Räumen, warnt. Zu beachten ist jedoch, dass der Rauchwarnmelder nicht mit einer Sicherheitsanlage oder Brandmeldeanlage (Feuerwehr) verbunden ist und gilt daher eher zum Schutz von Personen, als von Sachgegenständen.

Besonders wichtig sind Rauchmelder in Privaten Haushalten geworden, sog. Heimrauchwarnmelder. Dabei liegt es nicht immer am Fehlverhalten des Menschen, das es zu einem Brand kommt, sondern oft sind es technische Geräte, die z.B. durch einen Kurzschluss, in Brand geraten. So werden die meisten Brandopfer bereits im Schlaf von einer Rauchvergiftung überrascht und haben kaum noch eine Überlebenschance.

Dem zum Schutze gibt es die Rauchmelderpflicht in Deutschland. Die Gesetze der Heimrauchmelderpflicht für Privathaushalte sind in den Landesbauordnungen der einzelnen Bundesländer festgelegt. 2003 war Rheinland-Pfalz das erste Bundesland, welches dieses einführte. Die Rauchmeldepflicht besagt, dass bei Wohnungen in den Aufenthaltsräumen, wie Schlafzimmer und Kinderzimmer, sowie der als Rettungsweg führende Flur, mit mindestens einem Melder ausgestattet sein muss. Zudem legt die Anwendungsnorm DIN 14676 die Mindestanforderungen zur Planung, Einbau, Betrieb und Instandhaltung von Meldern in Wohnungen, Wohnhäusern und Wohnungen mit wohnungsähnlicher Nutzung fest. Sie richtet sich insbesondere an den für den Brandschutz zuständigen Behörden, Feuerwehr, Bauherr, Eigentümer, Vermieter und Mieter. Außerdem besagt die Rauchmelderpflicht, welchen Bedingungen der Melder nach der Anwendungsnorm DIN 14676 entsprechen muss. Der zu installierende Melder muss nach der Gerätenorm DIN EN 14604 (europaweit gültig), besondere Anforderungen und Prüfverfahren erfüllen um zertifiziert zu werden. Dabei muss der Alarmton des Melders mind. 85 db (Dezibel) betragen. Ein Warnsignal muss mind. 30 Tage vor Batterieende ertönen und es muss ein Testknopf vorhanden sein, um den Melder auf seine Funktion hin überprüfen zu können. Außerdem muss der Rauch von allen Seiten gleichmäßig in die Rauchkammer einströmen. Als besondere Qualitätsmerkmale gelten Melder die zudem noch einen Schutz vor dem Eindringen von Schmutz und Insekten haben. Sie haben eine Lithium-Batterie deren Haltbarkeit bis zu 10 Jahren beträgt und kein ständiges Wechseln der Batterie benötigt. Sie haben zusätzliche Schnittstellen (z.B. für Funksender) und eine Anzeige die die Batteriebereitschaft anzeigt. Zudem haben sie eine Garantie und genau Herstellerinformationen. Des Weiteren müssen Rauchwarnmelder die mit Strom (230 Volt) betrieben werden, zusätzlich an einer Notstromversorgung (Batterie) angeschlossen sein. Es darf nur ein Melder eingebaut werden, der den DIN-Normen entspricht und somit auch zugelassen ist. Solche Melder erhalten auch das VdS-Gütesiegel, das auf der Verpackung und auf dem Gerät angebracht ist. Das VdS-Gütesiegel bescheinigt somit den Rauchmelder mit einer ausgezeichneten Qualität.

In Deutschland gilt die Rauchmelderpflicht, für private Wohnräume, in bereits fast allen Bundesländern (Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen, Bremen und Sachsen-Anhalt). Derzeitig betrifft der Einbau in vielen Bundesländern nur die Neu- und Umbauten. Bis 2014 sollen Rauchwarnmelder überall in Deutschland zur Pflicht werden und müssen dann auch in Altbauten nachgerüstet sein. Für den Einbau, Instandhaltung (Betriebsbereitschaft, Batteriewechsel) und jährlichen Nachweis der Überprüfung auf die Funktionsfähigkeit des Melders, ist der Bauherr, Hauseigentümer oder Vermieter zuständig. Eine Ausnahme gibt es im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Dort gilt die Sonderregelung, dass der Besitzer (bei einer Mietwohnung, der Mieter selbst) für den Einbau und die Instandhaltung des Melders zuständig ist.

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